Dez 192012
 

Regionalplan für Windenergie findet Zustimmung

Der Kreistag in Dithmarschen hat den Entwurf für den Regionalplan IV zur Stellungnahme und Anmeldung von Windausweisflächen an das Land Schleswig-Holstein genehmigt.

In Dithmarschen stehen insgesamt für ausgewiesene und angemeldete Windausweisungsflächen für die Errichtung von Windregionen 3,13 Prozent der Kreisflächen zur Verfügung. Das entspricht einer Windausweisungsfläche für die Nutzung der Windenergie in Dithmarschen von nahezu 4.400 ha Kreisfläche.

Damit unterstützt Dithmarschen das Land Schleswig-Holstein dem Ziel nahezukommen, weitere 1,5% der Landesfläche für die Windenergienutzung zur Verfügung zu stellen.

Dem Kreis Dithmarschen steht vermutlich eine Verbesserung der Arbeitsmarktsituation bevor. Viele Politiker gehen davon aus, dass weitere Arbeitsplätze im Bereich der Windenergie in Dithmarschen geschaffen werden. Positiv kann zusätzlich vermerkt werden, dass im Laufe der Jahre die Einnahmesituation der Gemeinden und des Kreises Dithmarschen sich deutlich verbessern wird. Viele Windenergieanlagen der heutigen Generation produzieren ertragreicher als die aufgestellten Windenergieanlagen vor 10 oder vor 15 Jahren.

Die Steuereinnahmen aus der Gewerbesteuer dürften für die Gemeinden erheblich steigen. Windenergie kommt dadurch nicht nur den Betreibern der Windenergieanlagen, sondern auch den Kommunen und den Bürgern zu gute. Vielen Abgeordneten des Kreistages Dithmarschen ging die Zustimmung zum Regionalplan Windenergie nicht weit genug. Es hätten weitere Windausweisflächen und Ausnahmen genehmigt werden sollen. Außerdem wurde Kritik an der Beteiligung der Bürger an den Bürgerwindparks geübt. Dort können sich nur diejenigen beteiligen, die ausreichend Vermögen zur Investition aufbringen können, oder direkt in der Nähe einer Windenergieanlage wohnen, die eine Windbeteiligung ermöglicht.

Dieser Regionalplan IV für die Windenergie in der Region Dithmarschen ist eine große Chance die Zukunft besser zu gestalten und den Bürgern einen Mehrwert in der Region zu bieten.

Einige regionale Politiker waren lange Zeit gegen Windenergieanlagen. Es hat lange gedauert, bis deren Wirtschafskraft für die Kommunen erkannt wurde. Die Ausweitung der Windenergie stellt die Planer vor einer optischen und windstromnetzfähigen Herausforderung. Kleine Windenergieanlagen und deren Genehmigungsverfahren sowie eine Revision des Windenergieerlasses für Kleinwindanlagen wurden bisher nicht thematisiert. Gerade mit den kleinen Windenergieanlagen steht eine persönliche Nutzung der Windenergie, Erzeugung von Windstrom und der Verbrauch des Windstroms jedermann zur Verfügung. Dann wären die Beteiligungen an Bürgerwindparks nicht mehr so negativ belastet. Jeder kann die Energie aus Wind nutzen.

Auf der bundespolitischen Ebene will das Umweltministerium, auch auf Forderungen der EU, die ursprünglich geforderte unverzügliche Ausweisung von Windeignungsflächen und den Ausbau der Windenergie bremsen. Dabei scheinen auch bereits die Bundestagswahlen im nächsten Jahr eine Rolle zu spielen. Zusätzlich ist ja ein politischer Wachwechsel in der Landesregierung Schleswig Holstein vollzogen worden, der den regierenden Parteien in Berlin ein Dorn im Auge ist.
Der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein sollte mit den Windausweisungsflächen in Dithmarschen unterstützt werden und den Aufbau der Windenergie vorantreiben.

Veröffentlichung vom 15.09.2012 w. Softwareumstellung